Wirtschaftsförderung des Kreises ist jetzt Mitglied im 3D-Netzwerk Solingen

Wirtschaftsförderung des Kreises ist jetzt Mitglied im 3D-Netzwerk Solingen

Am 15. Oktober 2015 stellten wir einıen Antrag zur Entwicklung des Kreises als Standort für 3D-Druck. In den Beratungen wurde ein veränderter Beschluss dazu einstimmig angenommen.

Wir freuen uns, dass unsere Initiative und unser Antrag dazu geführıt haben, dass die Wirtschaftsförderung des Kreises seit dem 24. November 2016 Mitglied im 3D-Netzwerk Solingen ist.

Anfrage zur Überwachung des „fließenden“ Verkehrs

… zur Beantwortung im Kreistag am 24.10.2016

Sehr geehrter Herr Landrat Hendele,

es soll Überlegen einiger kreisangehöriger Städte geben, auf Stadtebene Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Wir bitten Sie in diesem Zusammenhang folgende Fragen im Kreistag am 24.10.2016 zu beantworten: Weiterlesen

Anfrage zur Osttangente

… in Kartenwerken zur Beantwortung im Kreistag am 6.10.2016

Sehr geehrter Herr Landrat Hendele,

die Gruppe Piraten hat festgestellt, dass die neugebaute Osttangente nicht in allen Kartendiensten zur Verfügung steht, welche moderne Smartphones zur Navigation nutzen. So ist die Osttangente zwar bei Google Maps zu finden, aber auf dem Kartenservice von Apple nicht. Daher möchten wir gerne hinterfragen, wie diese Daten weitergereicht werden. Weiterlesen

PokemonGo und der digitale Wandel im Kreis Mettmann

Wer sich in den letzten Tagen über die auf ihre Smart-Phones starrenden, umherlaufenden Menschen wundert: PokemonGo hat den Kreis Mettmann erobert.

Seit einigen Tagen versammeln sich weltweit Menschen, die an öffentlichen Orten auf Handys starren, um virtuelle Monster zu jagen. Auch im Kreis Mettmann. Da verabreden sich Freunde, um an einen Ort zu fahren, wo es besondere Pokemons gibt und lernen neue Menschen kennen, die genau diese Pokemons auch suchen.

Das Phänomen „PokemonGo“ hat nun auch Deutschland und den Kreis erreicht und beweist, dass eine App, richtig eingesetzt, Menschen aktiviert und weit über den Nutzen von einzelnen Websites oder zweckgebundenen Apps hinausgeht. Sie kann Facebook, Ebay, Amazon, Homepage und Computerspiel in einem sein und dabei den zusätzlichen Mehrwert bieten, den Nutzer vom PC nach draußen zu locken, sogar an Orte, wo eine lokale Information mithilfe der Geolokation des Handys passgenau an den Nutzer gebracht werden kann.

Diese Vorteile hatten die Piraten im Sinn, als sie im April eine Anfrage für den Einsatz einer Neanderland-App an die Kreistagsverwaltung stellten. Die Piraten im Kreistag wollten damit anregen, eine App zu programmieren, die vor Ort, möglicherweise mit Hilfe der Handy-Kamera und Geolokation des Smartphones, dem Nutzer gezielt Informationen über seinen Standort im Kreis vermittelt. Sie sollte die Angebote des Kreises über eine einzige App bündeln, die als Startseite für viele Angebote fungiert. Das könnten Überblendungen von Archivbildern des aktuellen Standorts auf das Bild im Smartphone sein, Hinweise auf Geschäfte und Sehenswürdigkeiten in der Nähe des aktuellen Standorts, aktuelle Nachricht aus Kreis, Politik und Wirtschaft und vieles mehr.

Wenn erst einmal eine offizielle kreisweite App existiert, könnte diese als Plattform für Kreative, Gewerbetreibende und Interessierte aus dem ganzen Kreis dienen und ungeahnte Synergien freisetzen. Dafür ist es nicht notwendig, dass die Verwaltung alle Inhalte selbst zur Verfügung stellt, sie müsste lediglich die Plattform schaffen, bewerben und managen, so wie es derzeit bereits mit den zahlreichen Internetseiten des Kreises und seiner Einrichtungen geschieht. Und natürlich kann das auch mit einem Spiel verbunden sein, um die Attraktivität der App zu steigern, es ist aber keine Voraussetzung. Man erinnere sich an „Neandi“, der vor dem Mammut als Maskottchen fungierte. Hier könnte er virtuell zum kreisweiten Weggefährten werden oder natürlich auch das derzeitige Maskottchen, das Mammut.

Eine App für alle Angebote des Kreises, die der Nutzer auf seinem Smartphone immer mit sich herumträgt, diese Idee wurde von der Kreistagsverwaltung als zu aufwändig abgelehnt. Die Piraten wollen sich aber weiterhin dafür einsetzen. Der Vorteil, dass Bürger und Besucher des Kreises Mettmann alle Informationen an einer Stelle finden und mit ihrem Smartphone immer zur Hand haben, ist für sie ein wichtiger Baustein, um den digitalen Wandel für den Kreis Mettmann zu gestalten.

Mit dem Erfolg von PokemonGo sehen die Piraten eine neue Chance diese Idee der Verwaltung und den Kreistagsmitgliedern verständlich zu machen. „Mit diesem Spiel wird plakativ sichtbar, welche Möglichkeit eine solche virtuelle Informationsumgebung im Gegensatz zu herkömmlichen Internetseiten bietet.“ beschreibt Kreistagsmitglied Thomas Küppers die digitalen Möglichkeiten.

 

Digitale Lokale Märkte stärken regionalen Handel

Digitale Lokale Märkte stärken regionalen Handel

Im Grünen wohnen mit Service wie in der Großstadt?

Online aussuchen, bestellen und auf dem Heimweg abholen oder innerhalb von zwei Stunden liefern lassen. Mit Digitalen Lokalen Marktplätzen wird es möglich. Das stärkt nicht nur die regionalen Händler, sondern sorgt auch noch für eine positive Öko-Bilanz. Weiterlesen

Ein Grund zu feiern: 20 Jahre Neandertal Museum

Im Oktober begeht das Neanderthal Museum sein 20jähriges Jubiläum. Ein Grund zu feiern, aber auch ein Anlass für die Neanderthaler Gesellschaft e.V. die Dauerausstellung in Teilbereichen zu überarbeiten.

Mit dem Slogan „Wir wollen Spitze bleiben“ wirbt die Gesellschaft und informiert in der unterhalb abgebildeten Faltkarte über Erreichtes und Ziele.

Wenn Sie die Neanderthaler Gesellschaft bei der Erreichung dieser Ziele unterstützen möchten, können Sie das durch eine Mitgliedschaft tun. Mitgliedern wird darüber hinaus ein interessantes Programm geboten. Nähere Informationen finden Sie unter www.neages.de.

20-Jahre-Neandertal-Museum-1 20-Jahre-Neandertal-Museum-2 20-Jahre-Neandertal-Museum-3 20-Jahre-Neandertal-Museum-4

Antrag Entwicklung einer neanderland-APP

Antrag Entwicklung einer neanderland-APP

Antrag vom 27.07.15: Entwicklung einer neanderland-APP
– zur Behandlung im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus am 17.8.2015

wir beantragen, dass die Verwaltung des Kreises Mettmann die Verwirklichung einer übergreifenden Application für mobile Endgeräte prüft, die bisherige Angebote über eine einzige App vernetzt. Die Application sollte im Sinne der Erweiterung der Marke „neanderland“ neanderland-APP heißen.

Begründung:

Schon heute kann ein breites Informationsangebot des Kreises im Internet abgerufen werden, welches größtenteils sehr hochwertig und professionell gestaltet ist. Allerdings sind die Inhalte oftmals schwer zu finden und nicht miteinander verknüpft – sie könnten die Möglichkeiten des Internet 2.0 besser nutzen. Kurzum: Der Kreis bietet tolle Inhalte an, aber viele kennen sie noch nicht. Die Anreize, sie dauerhaft zu nutzen, sollten unseres Erachtens verstärkt werden.

Die neanderland-APP soll das ändern und diese Informationen an einem Ort bündeln. Bestehende Apps, für den neanderland STEIG oder die App des Neanderthal Museums, könnten mit der neanderland-APP verknüpft werden, die wie eine Startseite zu den vielen Einzelangeboten des Kreises funktionieren kann. Damit die App intensiv genutzt und gut angenommen wird, ist eine intuitive Bedienung und eine regelmäßige Aktualisierung der App erforderlich.

Die neanderland-APP soll alle Service-Angebote sowie Tourismus-Informationen bündeln und ansprechend darstellen. Bürger sowie Touristen sollen sich ein umfangreiches Bild von den Dienstleistungen und touristischen Angeboten des Kreises Mettmann machen können und animiert werden, diese zu nutzen.

Die Verwaltung soll daher die Kosten für die Entwicklung und stetige Aktualisierung der neanderland- APP kalkulieren.

Folgende Funktionen soll die App beinhalten:

Einbindung aller touristischen Angebote und Verknüpfung des Standortes mit Angeboten in der Umgebung – Geo-Lokation

  • Schnittstelle zu Angeboten des Kreises
  • Öffnung der App für städtische Angebote
  • Schnittstelle zu privaten Angeboten wie der Neanderthal Museum App
  • Einbindung eines unverbindlichen Antrags- und Abstimmungstools
  • News-Feed
  • Automatische AktualisierungFür die Entwicklung einer solchen App sollte geprüft werden, ob es hierzu Fördermittel gibt.

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung des Kreises Mettmann wird beauftragt, die Verwirklichung einer neanderland-APP, welche die bisherigen und künftigen Angebote des Kreises über eine einzige App bündelt und vernetzt, zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen Gruppe Piraten im Kreistag

Thomas Küppers                       Ria Garcia


Vorlagen Nr. 10/015/2016 öffentlich

Fachbereich: Amt für Personal, Organisation, Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus

Bearbeiter/in: Jaeger, Jasmin
Datum: 22.04.2016 Az.: 10-4

Prüfauftrag „Entwicklung einer neanderland-APP“ der Gruppe PIRATEN vom 25.07.2015

Anlass der Vorlage:

Die Gruppe PIRATEN hat am 25.07.2015 den Prüfauftrag zur „Entwicklung einer neanderland-App“ eingereicht. Dieser wurde im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus am 09.11.2015 beschlossen und die Verwaltung beauftragt, die Verwirklichung einer neanderland-App, welche die bisherigen und künftigen Angebote des Kreises über eine einzige App bündelt und vernetzt, zu prüfen.

Sachverhaltsdarstellung: 1. Einleitung

Der Prüfauftrag zur Verwirklichung einer neanderland-App umfasst im Wesentlichen eine Kostenschätzung für die Entwicklung und stetige Aktualisierung der App sowie die Prüfung von Fördermittelzugängen. Die gewünschte App soll zudem alle touristischen Angebote und Dienstleistungen der Kreisverwaltung bündeln sowie Dienstleistungen der städtischen Verwaltungen, Informationen zu Einzelhandel, weitere private Angebote und ein Antrags- und Abstimmungstool einbinden (vgl. Anlage, Prüfauftrag der Gruppe PIRATEN vom 25.07.2015). Zur Vorbereitung hat hierzu zunächst ein ämterübergreifendes Gespräch am 14.12.2015 stattgefunden. Im Nachgang sind einige in diesem Treffen angestoßene bzw. noch offene Fragen geklärt worden. Bei der Bearbeitung des Prüfauftrags ist davon ausgegangen worden, dass die Entwicklung einer nativen App zu untersuchen ist. Eine native App ist eine Applikation, die speziell für ein Betriebssystem eines mobilen Endgeräts entwickelt wird, z.B. iOS für Apple-Geräte, und ausschließlich mit diesem Betriebssystem genutzt werden kann. Für weitere Spezifizierungen fehlen der Verwaltung jedoch konkrete Anforderungen (z.B. Für welche Plattformen/Betriebssysteme soll die App entwickelt werden? Welche/wie viele städtische Angebote sollen eingebunden werden? Was soll das Antrags-/Abstimmungstool umfassen? Welche/wie viele private Angebote sollen berücksichtigt werden? etc.).

2. Kostenschätzung für die Entwicklung der App

Für die Entwicklung der App ist es notwendig, einen externen Anbieter im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens mit der Umsetzung zu beauftragen. Eine Kostenschätzung zur Erstellung einer App erfolgt grundsätzlich auf Basis spezifischer Anforderungen und Anbieterabfragen. Da im Prüfauftrag zu wenige konkrete Angaben zum Umfang gemacht werden, kann hier lediglich eine erste, sehr grobe Kostenschätzung auf Basis bereits bestehender Apps erfolgen, jedoch keine Anbieterabfrage.

Im Hinblick auf die Erfahrung bei der Erstellung der neanderland STEIG-App kann bei der Entwicklung einer nativen App mit den im Prüfauftrag gewünschten Inhalten von einem Kostenvolumen ab mindestens einem sechsstelligen Betrag ausgegangen werden.

Der Kostenrahmen liegt vermutlich jedoch höher, da jeweils eine Version für die drei meist genutzten Betriebssysteme der mobilen Endgeräte erstellt werden sollte (Android-Geräte, Apple-Geräte, Windows-Geräte). Zudem muss die App komplett neu entwickelt werden. Es kann nicht auf bereits verfügbare Module eines Anbieters zurückgegriffen werden, wie es beispielsweise bei der Entwicklung der neanderland STEIG-App der Fall war. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die Entwicklung einer App, die die gewünschten Inhalte und Schnittstellen umfasst, über personelle und monetäre Kapazitäten hinaus auch zusätzliche Serverleistungen in nicht unerheblichem Maße binden wird (Zusatzkosten bei der Beschaffung, Instandhaltung und Wartung). Im Hinblick auf die technische Umsetzung ist außerdem der Aspekt der Datensicherheit zu prüfen, vor allem, wenn Daten auf externen Servern liegen. Bei der Einbindung touristischer Inhalte ist zu klären, in wie weit die Inhalte mehrsprachig dargestellt werden sollen, was zu weiteren Aufwendungen (externe Übersetzer) führen würde. Für die Umsetzung der gewünschten Geolokation wäre zudem eine neue Datenbank aufzubauen, da nur wenige der geforderten Daten bereits vorhanden sind. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass es nicht zu Duplikaten, z.B. des Branchenbuchs (Gelbe Seiten sind als App verfügbar), kommt. Eine Umsetzung mit Einbindung der kreisangehörigen Städte bedeutet außerdem einen deutlichen Mehraufwand für diese. Der Mehraufwand setzt sich zusammen aus der Weitergabe der Kosten für die Erstellung (Erhöhung Kreisumlage) sowie aus der Mehrarbeit bei der Zulieferung und stetigen Aktualisierung der Inhalte.

3. Personal- und Pflegeaufwand

Für den Aufwand der Pflege ist aus Verwaltungssicht mit ca. 2,0 neuen dauerhaften Personalstellen beim Kreis zu rechnen. Eine Stelle wird benötigt, um die Inhalte aktuell zu halten, eine weitere, um die Aktualität und Funktionalität der Technik zu gewährleisten. Darüber hinaus ist von der Bindung weiterer interner Personalkapazitäten auszugehen, da ämterübergreifende Informationen auszutauschen sind. Der Pflegeaufwand erhöht sich, je mehr Versionen der App entwickelt werden sollen, da für jedes Betriebssystem eine eigene App-Version erstellt und gepflegt werden muss. Zu Herausforderungen in der Umsetzung kann es führen, wenn die entwickelten Inhalte den Anbietern Google, Apple oder Microsoft beim Einstellen der App in die App-Stores nicht gefallen, da diese sich vorbehalten, die Inhalte von Apps zu prüfen und ggf. nicht freizuschalten.

4. Förderzugänge

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass, sofern eine Förderung in Betracht käme, sich diese entweder auf die Dienstleistungen oder die touristischen Inhalte in der App bezieht, sodass nur ein Teil des Projektes gefördert würde. Darüber hinaus ist eine Förderung in den meisten Fällen nur unter bestimmten Bedingungen möglich (Prüfung des Vorhabens, unterschiedlich hohe Förderquoten etc.). Zudem ist eine Förderung üblicherweise als „Anschubfinanzierung“ zu verstehen, d.h. dass beispielsweise die Erstellung anteilig bezuschusst werden könnte, die Kosten der Pflege jedoch wahrscheinlich komplett vom Projektträger zu finanzieren wären.

Im Zuge der Prüfung sind verschiedene Förderzugänge in Betracht gezogen worden. Derzeit scheint weder über Fördermittelprogramme des ESF (Europäischer Sozialfonds) noch des Landes-ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) eine Förderung möglich. Bei der Landes-EFRE-Förderung (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) könnte ein potentieller neuer Tourismus-Aufruf Anknüpfungspunkte bieten. Ob es diesen geben wird und welche Förderungen er ermöglichen würde, ist derzeit nicht abzusehen. Dies gilt ebenso für den EFRE-Leitmarktwettbewerb Medien- und Kreativwirtschaft (die letzte Auswahlrunde endete am 21.11.2015). Ob es einen weiteren Aufruf für diesen EFRE-Leitmarktwettbewerb geben wird und welche Förderungen er ermöglichen würde, ist derzeit nicht abzusehen. Beim ersten Aufruf waren Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und kulturelle Einrichtungen antragsberechtigt. Sollte es beim potentiellen zweiten Aufruf hierbei bleiben, könnten Kommunen selbst nicht Antragsteller sein, möglicherweise jedoch in einem Konsortium als Partner auftreten. Ob auf

dieser Basis eine App-Entwicklung für die Zwecke des Kreises möglich wäre, wäre zu prüfen. Darüber hinaus konnte weder auf Datenbanken zu deutschen Stiftungen, EU-, Bundes- und Landesmitteln eine für den gewünschten Zweck passende Fördermöglichkeit ausfindig gemacht werden. In anderen Bundesländern gibt es Förderprogramme, die möglicherweise zum gewünschten Zweck passen könnten (z.B. Mecklenburg-Vorpommern1, Schleswig- Holstein2, Niedersachsen3), die dem Kreis jedoch natürlich nicht zur Verfügung stehen. Resultierend lässt sich feststellen, dass ein klarer Förderzugang zur Umsetzung der im Antrag dargestellten App derzeit nicht absehbar ist.

5. Einschätzung der Verwaltung

Grundsätzlich lässt sich aus verwaltungs- und tourismusfachlicher Sicht zu dem vorliegenden Prüfauftrag feststellen, dass eine Bündelung der Online-Verwaltungsdienstleistungen (z.B. umfangreiche Services des Straßenverkehrsamtes), der touristischen Angebote (z.B. neanderland STEIG Wander-App) und diverser anderer Online-Angebote (Solarpotentialkataster, Geoportal, Berufsfelderkundungsportal, Integrationsangebote, beruflicher Wiedereinstieg, etc.) eine Vermischung der touristischen, emotional-werbenden Zielgruppenansprache mit den Interessen der Nutzer der sonstigen, neutralen Verwaltungsangebote zur Folge hätte und zu Irritationen führen könnte. Darüber hinaus würde die Einbindung aller gewünschten Inhalte aufgrund der Fülle zu einer unübersichtlichen und nicht mehr intuitiv bedienbaren App führen. Eine unklare Ansprache der Zielgruppen kann ein Kriterium für einen Misserfolg der angedachten Anwendung darstellen. Ohne eine klare Zielgruppenansprache werden sich voraussichtlich nur wenige Nutzer für diese Anwendung interessieren. Die Erstellung einer App, wie in dem Prüfauftrag angedacht, ist daher nicht zielführend. Zu prüfen wäre daher die Trennung von touristischen und verwaltungsrelevanten Inhalten und Aufbereitung in je einer getrennten App.

App für Verwaltungsdienstleistungen

Die Erstellung einer App rein für Verwaltungsdienstleistungen der Kreisverwaltung Mettmann ist aus diversen Gründen nicht zielführend. Zum einen ist die Zielgruppe der App begrenzt (einzig Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Mettmann, die mobile Anwendungen nutzen), zum anderen ist der durchschnittliche Kontakt der Bürger mit der Kreisverwaltung pro Jahr ohnehin sehr gering und die Häufigkeit der Nutzung der Dienstleistungen der Verwaltung würde nicht durch die Verfügbarkeit dieser App oder eine Vermarktung der Dienstleistungen gesteigert.

Zudem ist zu bedenken, dass die umfangreichen Informationen und Dienstleistungen, die auf der Internetseite des Kreises Mettmann derzeit angeboten werden (z.B. Download von Broschüren mit längeren Ladezeiten, komplexe Antragsverfahren, die ggf. das Nachschlagen von Informationen aus papierhaften Unterlagen erfordern, Links auf andere Websites, etc.), sich nur bedingt für einen mobilen Abruf „von unterwegs“ mit einem Smartphone eignen. Darüber hinaus ist die technische Umsetzbarkeit von Online-Services externer Anbieter in eine App, z.B. SVA Online-Terminvereinbarung via NetAppoint, nicht unbedingt gegeben und vor Einbindung zu beleuchten.

Nicht außer Acht zu lassen sind auch hier die Kosten der Entwicklung der App sowie der anschließende Pflegeaufwand, sodass bei der Entwicklung einer reinen „Verwaltungs-App“ die Kosten den Nutzen sehr deutlich übersteigen würden. Auch die Überarbeitung der

1 http://foerderdatenbank.de/Foerder- DB/Navigation/Foerderrecherche/suche.html?get=ee45568aa3b55ca72a667d9530958265;views;document&doc=1 0123 (abgerufen am 26.02.16)
2 http://foerderdatenbank.de/Foerder- DB/Navigation/Foerderrecherche/suche.html?get=ee45568aa3b55ca72a667d9530958265;views;document&doc=8 308 (abgerufen am 26.02.16)
3 http://foerderdatenbank.de/Foerder- DB/Navigation/Foerderrecherche/suche.html?get=ee45568aa3b55ca72a667d9530958265;views;document&doc=8 866 (abgerufen am 26.02.16)

Website kreis-mettmann.de hinsichtlich „responsivem Design“ (vgl. Abschnitt „App für touristische Inhalte des neanderlands“) wäre mit erheblichem personellen und finanziellen Aufwand verbunden sowie auf technische Umsetzbarkeit zu prüfen.

App für touristische Inhalte des neanderlands

Die Entwicklung einer reinen touristischen neanderland-App ergibt nur dann Sinn, wenn diese einen zusätzlichen Mehrwert für die Nutzer bringt und das Kosten-Nutzen-Verhältnis zugunsten der Entwicklung und der Pflege ausfällt.
Die Websites neanderland.de und neanderlandsteig.de sind in „responsivem Design“ aufgebaut, d.h. sie erkennen das Endgerägt, mit dem die Seite aufgerufen wird (z.B. PC, Tablet oder Smartphone) und passen die Darstellung der Inhalte entsprechend der unterschiedlichen Bildschirmgrößen an. Mehrspaltige Layouts werden einspaltig, Bildgrößen, Textformatierungen und -umbrüche ändern sich ebenso wie die Position der Navigation. So ist deren Nutzung mit mobilen Endgeräten bereits heute schon komfortabel möglich. Darüber hinaus ist für das wichtigste aktiv-touristische Produkt im neanderland, den neanderland STEIG, bereits eine mehrsprachige App mit verschiedenen nützlichen Funktionen (z.B. Etappendarstellung, Kartentool, etc.) verfügbar. Die verstärkte Vermarktung dieser rege genutzten App (aktuell mehr als 11.000 Downloads seit August 2014) ist für dieses und die kommenden Jahre geplant.

Eine native App zu entwickeln, die die touristischen Angebote des neanderlands darstellt, böte daher zum jetzigen Zeitpunkt keinen Mehrwert für den Nutzer, da die Angebote auf neanderland.de sowie neanderlandsteig.de stetig aktualisiert dargestellt werden und bequem über Smartphones und Tablets abrufbar sind. Demgegenüber stünden einerseits Entwicklungskosten, andererseits intensiver Pflegeaufwand, die momentan in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Je nachdem, welche touristischen Angebote zukünftig entwickelt werden und welche konkrete Zusatzleistung ggf. in eine solche App integriert werden kann, könnte die Erstellung einer nativen neanderland-App auf lange Sicht gesehen eine Möglichkeit sein.

Zum jetzigen Zeitpunkt würden dennoch die Kosten sowohl der Entwicklung einer nativen touristischen App und deren Pflegeaufwand den Nutzen deutlich übersteigen.

6. Prüfergebnis/Fazit

Die Verwaltung schlägt vor, eine App, wie sie im Prüfauftrag genannt ist, nicht umzusetzen (hohe Entwicklungskosten, hoher Pflegeaufwand, hoher Abstimmungsaufwand mit kreisangehörigen Städten, technische Realisierbarkeit, Zielgruppenvermischung, geringer Mehrwert). Eine App zu erstellen, die ausschließlich Verwaltungsdienste umfasst, ist ebenfalls nicht sinnvoll (hohe Entwicklungskosten, hoher Pflegeaufwand, hoher interner Abstimmungsaufwand, technische Realisierbarkeit, sehr kleine Zielgruppe, geringer Mehrwert). Die Entwicklung einer rein touristischen App böte grundsätzlich einen Ansatzpunkt, eine Umsetzung zum jetzigen Zeitpunkt wird jedoch nicht für sinnvoll erachtet (hohe Entwicklungskosten, hoher Pflegeaufwand, mobilfähige, responsiv gestaltete touristische Websites vorhanden, verfügbare App zum neanderland STEIG, kein inhaltlicher Mehrwert).

Zusätzlich zu den genannten Aspekten ist außerdem die derzeitige Haushaltssituation in die weiteren Überlegungen einzubeziehen. Diese hat sich nach Einreichen des Antrags bis zum jetzigen Zeitpunkt erheblich geändert. Unter diesen Voraussetzungen gilt es zunächst zu prüfen, ob derzeit überhaupt weitere Planungen hinsichtlich einer App-Entwicklung, gleich ob nativ oder Web-App, unternommen werden sollten.


Beratungsergebnis zu Vorlage Nr. 10/015/2016

Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus am 23.05.2016

Hr. Haase erklärt, dass der Prüfauftrag zu einem negativen Resultat geführt hat.
KA Küppers betont, dass die App sowie andere Neuerungen der Zielgruppe einen Mehrwert bieten sollen.
Hr. Haase versichert, dass die Anregung von KA Küppers wichtig ist und die Verwaltung permanent prüft, welche zeitgemäßen Neuerungen aufgegriffen und umgesetzt werden können.
KA Küppers bedankt sich bei der Verwaltung für die Prüfung seines Vorschlags.

Die Ausführungen der Verwaltung werden von den Ausschussmitgliedern zur Kenntnis genommen.

Anfrage: 3D-Druck Berufskollegs

Anfrage: 3D-Druck Berufskollegs

Anfrage: 3D-Druck in der Schulform Berufskolleg zur Beantwortung im kommenden Schulausschuss / im Kreistag vom 5. November 2015

Sehr geehrter Herr Landrat Hendele,

der 3D-Druck wird die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts sein. Deswegen ist es wichtig, junge Menschen spätestens zum Berufseinstieg bzw. in der Berufsfindungsphase auf die Herausforderungen und Chancen, die diese Technologie zwangsläufig mit sich bringt, vorzubereiten.

Wir bitten die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragepunkte:

  • Gibt es in den Berufskollegs im Kreis bereits auf 3D-Druck spezialisierte Arbeitsgemeinschaften bzw. Kurse?
  • Werden 3D CAD (Computer Aided Design) -Tools und die Anwendung von CAM (Computer Aided Manufacturing) – Methoden in den Berufskollegs unterrichtet bzw. die Anwendung im Unterricht oder Kursen vermittelt?
  • Gibt es in den Berufskollegs 3D-Drucker und 3D-Scanner?
  • Wird der Selbstbau von 3D-Druckern im Unterricht oder sonstigen schulischen Angeboten vermittelt?

Mit freundlichen Grüßen Gruppe PIRATEN

Thomas Küppers                         Ria Garcia


Themenbezug zu unserem Wahlprogramm aus 2014: Moderne Wirtschaft bedeutet neue Arbeitsplätze
#3D-Druck #Digitalisierung


Beratungsergebnis zu Vorlage Nr. 40/044/2015

Ausschuss für Schule und Sport am 19.11.2015
Zu Punkt 9.1: Anfrage der Gruppe Piraten vom 05.11.2015

Frau Siebert beantwortet die Anfrage mündlich in der Sitzung. Die Antworten sind der Niederschrift als Anlage 3 angefügt. Der Ausschuss für Schule und Sport nimmt die Antworten der Verwaltung zur Kenntnis.


Anlage 3

16.11.2015

40-3
2063

Anfrage der Gruppe Piraten im Ausschuss für Schule und Sport zum 3D-Druck vom 05.11.2015
– Antworten der Verwaltung

Wir bitten die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragepunkte:

  • Gibt es in den Berufskollegs im Kreis bereits auf 3D-Druck spezialisierte Arbeitsgemeinschaften bzw. Kurse?

Nein.

  • Werden 3D CAD (Computer Aided Design)-Tools und die Anwendung von CAM (Computer Aided Manufacturing) -Methoden in den Berufskollegs unterrichtet bzw. die Anwendung im Unterricht oder Kursen vermittelt?

Das Land NRW gibt über die Lehrpläne die Unterrichtsinhalte und gegebenenfalls die hierbei einzusetzenden technischen Mittel vor. Ob und inwieweit ein Berufskolleg darüber hinaus zusätzliche Arbeitsgruppen oder Kurse anbietet, fällt in die inneren Schulangelegenheiten, die vom Schulträger nicht beeinflusst werden können.
Die Berufskollegs Hilden, Neandertal und Niederberg setzen 3D CAD- Programme im Rahmen der dualen Bildungsgänge und in den Fachschulen ein. Das Berufskolleg Hilden arbeitet mit diesen Programmen im Rahmen der planmäßig Ausbildung der Jugendlichen. Das Berufskolleg Neandertal nutzt zum Beispiel Sketchup (Gratisversion) und in der Holzabteilung das Programm interiorcad. Das Berufskolleg Niederberg nutzt die Programme in der metalltechnischen Ausbildung sowie in der Fachschule für Metalltechnik.

  • Gibt es in den Berufskollegs 30-Drucker und 30-Scanner?

Die Berufskollegs Hilden und Neandertal verfügen über einen solchen Drucker. Am Berufskolleg Neandertal arbeitet hiermit zum Beispiel die Berufsfachschule für Technik im Praxisunterricht „Modellbau“. Zum Einsatz kommt ein 3D-Drucker des Typs Ultimaker 2.

Die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule lernen, zunächst einfache geometrische Formen mit dem CAD Programm zu zeichnen, um später auch komplexere Objekte darstellen und schließlich drucken zu können. Für das Schülerlabor am Berufskolleg Niederberg ist die Anschaffung eines 3D-Druckers noch im Jahr 2015 geplant.

  • Wird der Selbstbau von 30-Druckern im Unterricht oder sonstigen schulischen Angeboten
    vermittelt?

Nein.